Mitten im Leipziger Zentrum verändert sich ein Ort, der über Jahrzehnte kaum Beachtung fand. Der frühere Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz wird seit gut 1,5 Jahren umfassend saniert. Von außen ist der Fortschritt noch begrenzt sichtbar. Im Inneren wurden jedoch bereits zentrale Arbeiten abgeschlossen. Am Donnerstag erreichten die Verantwortlichen einen weiteren wichtigen Bauabschnitt, vergleichbar mit anderen Projekten, bei denen der Umbau im Herzen von Leipzig ebenfalls schrittweise voranschreitet.
Inhaltsverzeichnis:
- Wilhelm-Leuschner-Platz Leipzig
- Unterirdisches Geschoss und Technikmuseum Markkleeberg
- Bowlingbahnen und historische Elemente
- Decke, Blickachse und Propsteikirche Leipzig
- Dauerausstellung und Sonderausstellungen
- Tour de ter Meer und Herman Heinrich ter Meer
- Gebäudegeschichte und Zeitrahmen
Wilhelm-Leuschner-Platz Leipzig
Das Gebäude war jahrzehntelang vernachlässigt worden. Der bauliche Zustand galt als problematisch. Seit Beginn der Sanierung lag der Schwerpunkt zunächst auf der vollständigen Entkernung. Wände, alte Einbauten und technische Installationen wurden entfernt. In einer Etage befand sich umfangreiche Alttechnik. Prof. Dr. Ronny Maik Leder verwies auf Motoren, Klimageräte und weitere Anlagen. Diese stammten aus früheren Nutzungsphasen. Die Arbeiten betrafen alle Ebenen des Hauses und dauerten mehrere Monate, wie es auch bei anderen innerstädtischen Bauvorhaben in Leipzig zu beobachten ist.
Unterirdisches Geschoss und Technikmuseum Markkleeberg
Besonders aufwendig war die Räumung des Untergeschosses. Dort befanden sich schwere technische Geräte. Ihr Abtransport stellte die Bauarbeiter vor große Herausforderungen. Mehrere Maschinen konnten nicht entsorgt werden und wurden vom Technikmuseum Markkleeberg übernommen. Der Transport erfolgte schrittweise. Einzelne Bauteile mussten zerlegt werden. Erst danach konnten sie aus dem Gebäude entfernt werden. Solche logistischen Probleme sind auch von anderen Großbaustellen bekannt, zentrale Baustellen in der Stadt sind davon regelmäßig betroffen.
Bowlingbahnen und historische Elemente
Trotz der Entkernung sind Spuren der früheren Nutzung noch erkennbar. Einige alte Bowlingbahnen liegen weiterhin im Gebäude. Sie sollen bis zum Sommer vollständig entfernt werden. Danach beginnt eine neue Phase der Sanierung. Nicht alle Elemente verschwinden. Bestimmte Bauteile bleiben erhalten. Dazu gehört eine alte Bar. Sie wird bewusst integriert. Damit bleibt ein Teil der jüngeren Geschichte sichtbar und dokumentiert die Nutzung ab den 1980er Jahren.
Decke, Blickachse und Propsteikirche Leipzig
Ein markanter Eingriff betrifft die Dachkonstruktion. Ein Teil der Decke wird angehoben. Dadurch entsteht eine schräge Öffnung in Richtung Propsteikirche. Das Innere des künftigen Museums soll von außen einsehbar sein. Diese architektonische Lösung verbindet Platz und Gebäude visuell. Sie verändert zugleich die Wirkung des Baukörpers am Wilhelm-Leuschner-Platz und reiht sich in eine Reihe städtebaulicher Maßnahmen ein, über die mehr hier zu finden ist.
Dauerausstellung und Sonderausstellungen
Alle 4 Etagen werden künftig vollständig genutzt. Geplant sind feste und wechselnde Ausstellungen. Der Schwerpunkt liegt auf regionaler Naturgeschichte. Gezeigt werden sollen Objekte und Exponate mit Bezug zur Region. Der Museumsdirektor stellte klar, dass auch populäre Themen wie Saurier Teil der Präsentation bleiben. Die Ausstellungen verteilen sich über mehrere Ebenen und werden thematisch gegliedert.
- regionale Natur- und Forschungsgeschichte
- zoologische und geologische Objekte
- temporäre Sonderausstellungen
Tour de ter Meer und Herman Heinrich ter Meer
Ein zentrales Ausstellungselement wird über mehrere Etagen reichen. Das Projekt trägt den Namen Tour de ter Meer. Vorgesehen ist ein mehrere Meter hoher Turm. Er zeigt Tierpräparate von Herman Heinrich ter Meer. Der Forscher arbeitete über mehrere Jahre in Leipzig. Seine Sammlung bildet einen wichtigen Bestandteil der geplanten Präsentation und verbindet Forschungsgeschichte mit moderner Ausstellungsgestaltung.
Gebäudegeschichte und Zeitrahmen
Die Vergangenheit des Hauses bleibt ein fester Bestandteil des Konzepts. In den 1920er Jahren diente der denkmalgeschützte Komplex als Umspannwerk und Akkumulatorenhalle. Ab den 1980er Jahren entwickelte sich dort ein bekannter Bowlingtreff. Nach der Wende stand das Gebäude über Jahre weitgehend leer. Prof. Dr. Ronny Maik Leder betonte, dass diese Geschichte im Museum regelmäßig aufgegriffen wird. Ein konkreter Eröffnungstermin wurde noch nicht genannt. Als möglicher Zeitraum gelten die Jahre 2029 oder 2030 für den Abschluss von Umbau und Umzug.
Standort auf Google Maps prüfen:
Karte: Google Maps / Standort des Objekts
Quelle: TAG24, SN2 WORLD
FAQ
Seit wann wird der ehemalige Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz saniert?
Die Sanierung läuft seit gut 1,5 Jahren.
Welche Arbeiten wurden zu Beginn durchgeführt?
Zu Beginn stand die vollständige Entkernung des Gebäudes im Mittelpunkt.
Warum war das Untergeschoss besonders aufwendig?
Dort befanden sich schwere technische Anlagen wie Motoren und Klimageräte.
Was geschah mit der alten Technik?
Ein Teil der Geräte wurde vom Technikmuseum Markkleeberg übernommen.
Bleiben Elemente des Bowlingtreffs erhalten?
Ja, unter anderem bleibt eine historische Bar im Gebäude erhalten.
Welche Nutzung ist künftig geplant?
Alle vier Etagen werden für Dauer- und Sonderausstellungen genutzt.
Was ist die Tour de ter Meer?
Ein mehrgeschossiges Ausstellungselement mit Tierpräparaten von Herman Heinrich ter Meer.
Wann könnte das Museum eröffnen?
Ein möglicher Zeitraum liegt zwischen 2029 und 2030.