Am 14. August wurde in der Kändlerstraße 1 ein moderner Ersatzneubau feierlich eingeweiht. Nach 18 Monaten Bauzeit steht nun eine Kindertagesstätte für 165 Kinder bereit. Das zweigeschossige Gebäude bietet nicht nur 45 Krippen- und 120 Kindergartenplätze, sondern beherbergt auch ein Kinder- und Familienzentrum. Bereits im Mai hatten die Kinder Garten und Holzbau erobert.
Inhaltsverzeichnis:
- Vicki Felthaus betont Bildungsinfrastruktur
- Wittig brösdorf architekten gestalten Neubau
- Thomas Dienberg lobt Nachhaltigkeit
- Marcus Jansen realisiert Kunstprojekt
- Kinder- und familienzentrum stärkt Quartier
Vicki Felthaus betont Bildungsinfrastruktur
Jugendbürgermeisterin Vicki Felthaus hob die Bedeutung des Projektes hervor. Die neue Einrichtung setzt ein starkes Zeichen für mehr Qualität und Gerechtigkeit im Bildungsbereich. Der vorherige Bau, ein DDR-Typenbau, war in einem schlechten Zustand. Probleme beim Brandschutz und bei der Elektrik machten einen Neubau notwendig. Beim Abriss konnten vorhandene Bäume erhalten werden. Teile des alten Materials wurden als Fundamentfüllung wiederverwendet.
Wichtige Punkte zum Hintergrund
- Bauzeit: 18 Monate
- Plätze: 165 (45 Krippe, 120 Kindergarten)
- Kosten: rund 8 Mio. Euro
- Standort: Kändlerstraße 1, Lausen-Grünau
Wittig brösdorf architekten gestalten Neubau
Den Entwurf lieferte das Leipziger Büro wittig brösdorf architekten. Die Projektsteuerung lag bei der städtischen LESG. Innen- und Außenwände, Decken und Fassaden bestehen aus Holz. Nur das Treppenhaus und der Aufzugsschacht sind aus Beton gebaut. Skulpturale Treppen führen die Kinder vom Obergeschoss direkt in die neugestaltete Freianlage. Laubengänge spenden Schatten, das Dach ist großflächig begrünt.
Architektonische Merkmale im Überblick
- Holzbauweise für Innen- und Außenbereiche
- Direkter Zugang zu Freiflächen durch Treppenanlagen
- Begrüntes Dach für bessere Klimaanpassung
- Neugestaltete Außenanlagen mit viel Platz
Thomas Dienberg lobt Nachhaltigkeit
Baubürgermeister Thomas Dienberg betonte die klimafreundliche Bauweise. Der hohe Holzanteil schafft ein angenehmes Raumklima und spricht die Sinne an. Der Grundriss ist effizient geplant und ermöglicht einen modernen Kitaalltag. Die Außenflächen sind so gestaltet, dass sie optimal genutzt werden können.
Marcus Jansen realisiert Kunstprojekt
Auf dem Vorplatz entsteht in den nächsten Monaten ein Kunstwerk. Der Künstler Marcus Jansen setzte sich im Wettbewerb mit seinem Entwurf „Hula-Hoop“ durch. Die Baumskulptur soll zusätzliche Sitzgelegenheiten bieten und das Gelände künstlerisch bereichern. Damit wird das Areal nicht nur funktional, sondern auch kulturell aufgewertet.
Kinder- und familienzentrum stärkt Quartier
Für rund 8 Mio. Euro entstand nicht nur eine Kita, sondern auch ein Ort der Begegnung. Das Kinder- und Familienzentrum bietet Raum für Austausch, Vielfalt und Gemeinschaft. Familien profitieren von lichtdurchfluteten Räumen, großzügigen Spielflächen und einem nachhaltigen Holzbau. Das Projekt vereint moderne Architektur mit sozialer Funktion und verbessert nachhaltig die Lebensqualität im Stadtteil.
Quelle: Leipziger Zeitung