Fortschritt am Elstermühlgraben in Leipzig sichtbar
Fortschritt am Elstermühlgraben in Leipzig sichtbar, Pixabay/Foto illustrativ

Die Stadt Leipzig treibt die Arbeiten am Elstermühlgraben im westlichen Zentrum zügig voran. Im Frühjahr 2025 soll der Graben vollständig geflutet werden. Bereits im Sommer 2026 ist die feierliche Eröffnung des Stadthafens geplant. Dann wird es möglich sein, mit Paddelbooten vom Hafen bis in die Innenstadt zu gelangen.

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Heiko Rosenthal über Baufortschritt

Verkehrsbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) bestätigte, dass aktuell noch wasserbauliche Arbeiten laufen. Entscheidend sei der Zustand des Untergrunds, der über den Baufortschritt entscheide. Bei planmäßigem Verlauf könne die Baustelle in etwa neun Monaten abgeschlossen werden.

Zu Beginn des Jahres startete die letzte große Bauphase. Zwischen März und August setzten Arbeiter zwei Betonpfähle mit Tiefen bis zu 14 Metern. Inzwischen sind die Ufermauern fertiggestellt. Außerdem wird Material aus dem Graben abgetragen. Ein neuer Geh- und Radweg entsteht, der den Stadthafen mit dem Ranstädter Steinweg verbindet.

Stadthafen Leipzig als Ziel

Rosenthal betont die Bedeutung des Projekts für die Stadt. Der Stadthafen wird eine Wasserverbindung ermöglichen, die Paddeltouren in die Innenstadt erlaubt. Damit erhält Leipzig ein neues touristisches Angebot.

  • einen durchgehenden Geh- und Radweg
  • eine Anbindung an bestehende Brücken
  • die Einbettung des Projekts in den Hochwasserschutz

Das Baugebiet umfasst eine Länge von etwa 180 Metern zwischen Elsterstraße und Lessingstraße. Die Kosten für diesen Abschnitt betragen rund 6,34 Millionen Euro.

Einschränkungen für Anwohner

Die Bauarbeiten bringen Belastungen für Anwohner und eine nahegelegene Grundschule. Stellplätze in der Thomasiusstraße werden durch die Baustelle beansprucht. Bewohner berichten von Lärm und spürbaren Erschütterungen. Eine Anwohnerin, die seit 2016 im Viertel wohnt, schilderte, dass selbst Stifte auf den Tischen hüpfen.

Gleichzeitig kündigte Rosenthal Entlastungen an. Bewohnerparken soll in den angrenzenden Bereichen eingeführt werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten werde sich die Parksituation nicht verschlechtern. Für Gewerbetreibende und Besucher müssten jedoch Alternativen gefunden werden.

Großprojekt mit langer Geschichte

Der Elstermühlgraben ist Teil eines städtischen Vorhabens, das seit rund 20 Jahren umgesetzt wird. Ziel ist es, Hochwasserschutz zu gewährleisten und zugleich ein Naherholungsgebiet zu schaffen. Bereits in den 1990er-Jahren entstand die Idee, den verrohrten Abschnitt zu öffnen.

  1. Öffnung am Ranstädter Steinweg zur Fußball-Weltmeisterschaft
  2. Neubau der Elsterbrücke im Jahr 2021
  3. Bau der Poniatowskibrücke zwischen 2023 und Anfang 2025

Am Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks der Leipziger Stadtwerke entsteht heute der Stadthafen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 42 Millionen Euro, davon stammen 26 Millionen Euro aus Fördermitteln.

Informationen für die Öffentlichkeit

Die Stadt Leipzig informiert regelmäßig über Fortschritte und mögliche Verzögerungen. Die Offenlegung des Elstermühlgrabens kostet insgesamt rund 17 Millionen Euro. Zusammen mit Brücken und zusätzlichen Maßnahmen ergibt sich die Gesamtsumme von 42 Millionen Euro.

Mit der Umsetzung erhält Leipzig ein neues städtisches Angebot, das Erholung, Verkehr und Tourismus verbindet.

 Quelle: MDR, YouTube